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Kapitel 2


Kapitel 2
Aufklärung

Als ich mich gerade umdrehen wollte, um nach oben zu laufen und mit Luce zu telefonieren, drückte mir Jacky noch den Brief in die Hand.

„Vergiss deinen Brief nicht, Nessa, sonst landet er in den Mülleimer!“

Empört – zum zweiten Mal- runzelte ich die Stirn und funkelte sie an.

„JACKY, der Brief ist H-E-I-L-I-G!“

„Ja, ja. Und jetzt weg da, ich will staubsaugen.“

Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen, und ging die Treppen hinauf um in mein Gemach zu gelangen.

Das Haus mit diesen gottverdammten Treppen gehörte meinen Urgroßeltern. Das konnte man an der altmodischen Ausstattung erkennen, doch wenigstens war es sauber und noch bewohnbar. Meine Eltern haben mich mit keinem Geld zurückgelassen, ich kriege nur vom Staat monatlich 100 Dollars – eben wie Taschengeld – und Jacky. Sie arbeitet für den Staat, aber eigentlich haben wir uns schon von früh aus gut verstanden. Mir war der Grund warum ich nicht in ein Kinderheim gebracht worden war rätselhaft, doch ich war dankbar. So konnte ich wenigstens mein Leben normal führen.

Oben angelangt, schnappte ich mir mein Handy und tippte Luces Nummer ein. Luce war mein bester Freund aller Zeiten, wir hatten uns in einem Park bei einem ziemlichen komischen Fall kennen gelernt.

Ich konnte mich noch ganz genau daran erinnern.

„Hallo du! Darf ich mal mit deinem Seil springen?“

„Aber das ist nur für Mädchen!“

„Nein ganz und gar nicht. Ich mag das sehr!“

„Darf ich dann deinen Hut anprobieren?“

„Klar!“

Und so kamen wir uns näher, mit fünf Jahren. Ich erkannte, dass männliche Wesen sehr wohl untypische Interessen haben konnten, und das machte Lucas Grabeel so einzigartig für mich.

„Lucas Grabeel, hallo?“

„LUCE!“

Ein Lachen ertönte von der anderen Leitung!“

„Hey, Nessa. Na, was geht ab?“

„Was unglaubliches! Ich hab den Preis von Gina Parker gewonnen! Ich darf nach LA! Ist das nicht Wahnsinn?“

„Warte, warte, warte. Du darfst wo hin?“

„Gina Parker, Mann!!“

„Oh Gott, das ist ja der Kracher! Warte, ich komm rüber zu dir, ja?“

„Okay, ich warte. Bis später.“

Fröhlich legte ich auf und nahm den Brief wieder in die Hand. Ich konnte es nicht fassen. Gina Parker war mein allergrößtes Vorbild, sie konnte so verdammt gut schauspielern, und hatte eine so tolle Stimme! Ich vergötterte sie nahezu und nun sollte von einem Tag auf den anderen mein Traum erfüllt werden?

Ich erinnerte mich an den Brief und griff schlagartig zu ihm um ihn fertig zu lesen.

„beim Singen zuzuhören! Außerdem kannst du einen Freund oder eine Freundin mitnehmen, um dort nicht zu vereinsamen. Abreisetermin ist am 20 Juli, Tickets sind beigelegt. Wir wünschen dir viel Spaß, dein Go!-Team.“

Erfreut stieß ich einen Freudenschrei aus. Luce konnte mitkommen! Das war wirklich, das Beste was ihr je passieren konnte! Moment mal – 20 Juli? Dann sind nur mehr noch 3 Tage bis zur Abreise!

Meine Vorfreude wuchs und wuchs und schließlich ertönte ein schallendes „Ding Dong“, das mich aus meinen Gedanken riss.


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